Ein Pferd anzureiten und auszubilden dauert seine Zeit, das wissen wir alle. Aber wie wäre es, wenn es vielleicht doch ein klein wenig schneller und einfacher ginge? Eine verlockende Vorstellung, oder?

Hier kommt die gute Nachricht!

Vor einigen Jahren war ich zur Sattelüberprüfung bei einer Kundin, die schon einige Jahre in unseren Sätteln ritt. Diese Kundin hatte ein junges Pferd. Selbst gezüchtet, dreijährig, wunderschöne Bewegungen, ein richtig schickes Pferd.

In der Regel brachte diese Kundin ihre Jungpferde immer zu einem Trainer, der die Pferde einritt und sie dann noch etwa 2 Monate weiter arbeitete, bevor sie zu ihr zurückkamen. Das funktionierte immer problemlos, sie berichtete nichts Negatives über die Ausbildung und die Pferde waren gut nachzureiten.

Doch entwicklete die Besitzerin mehr und mehr den Wunsch, diese erste Arbeit mit den Jungpferden selbst zu übernehmen, von Anfang an das Vertauen zu ihren Tieren selbst aufzubauen. Mit diesem selbst gezogenen Pferd wollte sie es versuchen. Sie hing sehr an dem Pferd und konnte sich nur schwer Vorstellen, es in (für das Pferd) fremde Hände zu geben. Vielmehr hatte sie das Gefühl, eigentlich gleich aufsteigen und losreiten zu können.

 

 

Während sie mir von ihrem Plan erzählte, zweifelte sie noch

Sollte sie ihren wertvollen Sattel zum anreiten nehmen? Oder für die ertsen Male doch lieber den alten Vielseitigkeitssattel vom Speicher? Ich habe ihr von beiden Optionen abgeraten. In meinen Augen gibt es nur einen sicheren Weg für Reiter und Pferd. Und das ist ein Sattel, der nirgendwo auch nur ein bisschen drückt, reibt oder zwickt. Ein Sattel, der ab dem ersten Satteln korrekt passt, ohne Kompromisse.

Damit war sie einverstanden. Aber wie sollten wir das praktisch lösen?

Ich kannte die Dame schon lange und so haben wir einem Termin gemacht zu dem ich einen meiner Demosättel mitbrachte. Das Pferd war bereits an die Trense gewöhnt und auch ihren Sattel hatte die Kundin schon ein paarmal zur Gewöhnung aufgelegt. Ich habe also das Pferd vermessen, meinen Demosattel entsprechend angepasst und wir gingen in die Reithalle.

Sie ahnen sicher schon, was nun folgte...

Die Dame stieg ganz ruhig auf, blieb kurz stehen und ritt dann einfach los. Ohne irgendein Anzeichen von Bocken, Angst oder Unwohlsein trug das Pferd sie einige Minuten durch die Bahn. Das hat sie im Laufe der Woche dann noch einige Male wiederholt. Anschließend bekam ich meinen Demosattel zurück und meine Kundin den neuen Sattel für ihr Pferd, den sie inzwischen bestellt hatte.

Diese Kundin war schon vorher überzeugt von unseren Sätteln aber jetzt war schlichtweg begeistert. Ich bekam in den ersten Wochen fast täglich glückliche SMS-Nachrichten (ist schon ein paar Jahre her ;-). Wir sind beide davon überzeugt, dass es für die ehrliche Arbeit gerade auch mit Jungpferden wichtig ist, von Anfang an einen optimal passenden Sattel zu verwenden. Auch für den Reiter übrigens durchaus von Vorteil denn ein gut passender Sattel bedeutet auch mehr Sicherheit.

Eines nur hat nicht geklappt.... es ging nicht schneller. 

Das Reiten war sicher, es war schön, einfach ein tolles Gefühl. Aber das Pferd lernte so schnell dass es zwischendurch immer wieder Ausbildungspausen auf der Weide bekam. Schließlich muss ja auch der Kopf mitspielen. Aber, fangen Sie mal mit einem passenden Sattel an, Sie werden staunen, was das ausmacht.