Mein Pferd mag nicht: wo soll ich anfangen? 

Es kann viele Ursachen haben, warum ein Pferd plötzlich schlechter läuft, es unter seinen Möglichkeiten bleibt. Vor allem, wenn Sie aufmerksam und sensibel sind und schon kleine Signale Ihres Pferdes bemerken, kann es schwierig sein zu entscheiden, wo man bei der Suche nach der Ursache beginnt.

Folgende 5 Punkte in unten stehender Reihenfolge empfehle ich meinen Kunden um herauszufinden, was mit dem Pferd los ist:

 

1:
Verlassen Sie sich auf Ihre Intuition, Sie kennen Ihr Pferd am besten.

2:
Ein gründlicher Check durch den Tierarzt ist in der Regel ein sinnvoller erster Schritt. Lassen Sie evt. einen Bluttest machen. Leistungsabfall und Bewegungstörungen können durch einen Mangel hervorgerufen werden. Lassen Sie auch die Zähne nachschauen, von einem guten Tierarzt oder Pferdedentitsten. 

3:
Wenn Der Tierarzt nichts findet, gehen Sie mit Ihrem Trainer auf die Suche. Versuchen Sie nicht, Ihr Pferd durch Lektionen oder Übungen zu zwingen, die ihm unangenehm sind oder gar Schmerzen zufügen. Aber gehen Sie gemeinsam an den Punkt, an dem das Pferd zeigt, dass etwas nicht stimmt.  Ist es vielleicht asymmertisch oder schief? Zeigt es Probleme nur auf einer Hand? Wie verhält es sich mit oder ohne Reiter, mit einem anderen Reiter, mit oder ohne Sattel? Schauen Sie genau hin! Vier Augen sehen mehr als zwei.

4:
Auch wenn es jetzt vielleicht nach Eigenwerbung klingt...aber es ist mir einfach wichtig: Wenn andere Fachleute nichts finden können, ist es nicht unwahrscheinlich, dass ein Problem mit dem Sattel besteht. Lassen Sie sich und Ihren Sattel von einem Saddlefit4life Experten überprüfen. Wir sind ausgebildete Pferde- und Sattelergonomie Fachleute und geschult, auch vermeindlich kleine Bewegungsstörungen und deren Ursache zu erkennen. Und um die geht es ja häufig. Sollte sich herausstellen, dass der Sattel nicht die Ursache des Problems ist, dann können Sie diesen Punkt jedenfalls schonmal ausschließen und weiter suchen. Dieses Vorgehen ist kostengünstiger, als ins Blaue hinein Röntgenbilder machen zu lassen.

5:
Ist der Sattel nicht die Ursache? Dann wissen Sie jetzt, dass Sie tiefer forschen müssen um zu wissen, was mit Ihrem Pferd los ist. Tun Sie das, abhängig vom Pferd, Schritt für Schritt um nach und nach mögliche Ursachen ausschliessen zu können. Bitten Sie ihren Schmied sich ein wenig mehr Zeit zu nehmen um Hufstellung und Bewegung nochmal genau anzuschauen. Vielleicht kann der Physiotherapeut oder Chiropraktiker etwas finden? Oder Sie entscheiden sich doch für einen rundum Check in der Pferdeklinik. Das ist natürlich auch immer eine finanzielle Frage.

Bevor Sie jedoch tausende von Euros für medizinische Diagnosen ausgeben, lassen Sie sich von uns beraten und stellen Sie sicher, dass nicht der Sattel die Ursache für eventuell langfristige Schäden ist. Ich kenne einige Reiter, denen ist es so ergangen und das waren durchaus erfahrene und kompetente Pferdeleute. Kleiner Trost: diese Reiter machen den Fehler nie wieder. Sie kaufen nur noch vielseitig anpassbare Sattel für jedes Pferd. Letzten Endes ist das billiger als Bewegunsgstörungen oder gar Schäden zu behandeln und viel angenehmer Pferd und Reiter.